Zum Inhalt springen

ReiVi · Eine App, eine Aufgabe

Pflegetagebuchfür pflegende Angehörige und Pflegekräfte

Bei der Begutachtung fragt man dich, wie viel Zeit die Pflege täglich kostet, und du musst schätzen.

Dein Pflegetagebuch für den Pflegegrad und den Alltag

Wenn du deine Mutter, deinen Vater oder deinen Partner pflegst, geht im Alltag unter, was du täglich leistest. Halte jede Hilfe mit dem Zeitaufwand fest, dazu Auffälligkeiten mit Datum und Uhrzeit und Wunden mit Foto. So hast du zur Begutachtung und zum Arzttermin einen Verlauf statt einer Schätzung.

Bei Google Play ansehen

Für Android · unbegrenzt kostenlos mit Werbung · PDF-Export per Einmalkauf

  • Kein Konto
  • Einträge bleiben auf deinem Gerät
  • Erfassen funktioniert offline
  • Kein Abo
Seite 1
Pflegetagebuch · Beispiel mit ausgedachten EinträgenMontag, 03.02.
UhrzeitBereichEintragAufwand
7:15KörperpflegeWaschen und Anziehen25 Min.
8:00ErnährungFrühstück anreichen20 Min.
12:30ErnährungMittagessen anreichen, Medikamente25 Min.
22:50Auffälligkeitunruhig, unsicher auf dem Weg zur Toilette15 Min.
Pflegezeit an diesem Tag85 Minuten

Alle Einträge sind ausgedacht und zeigen nur, wie ein Protokoll aussieht.

So entsteht dein Pflegetagebuch

  1. Hilfe eintragen

    Wähl die Tätigkeit, etwa Waschen, Anziehen, Essen anreichen, Medikamente oder Toilettengang, und trag den Zeitaufwand ein.

  2. Auffälligkeiten und Wunden festhalten

    Stürze, Schmerzen, Verwirrtheit, Appetit oder Stimmung notierst du mit Datum und Uhrzeit. Druckstellen und Hautveränderungen hältst du mit Foto, Ort und Notiz fest.

  3. PDF erstellen

    Den ganzen Verlauf mit Tätigkeiten, Zeitaufwand, Auffälligkeiten und Wundfotos exportierst du als PDF für Pflegekasse, Hausarzt oder Heimleitung.

Was in ein Pflegetagebuch gehört

Einzelne Stichworte reichen bei der Begutachtung nicht. Es kommt auf den wiederkehrenden, konkreten Hilfebedarf an. In jeden Eintrag gehört:

AngabeBeispielSo in der App
Datum und Uhrzeit03.02., 7:15automatisch
Art der HilfeWaschen und AnziehenTätigkeit wählen
Zeit in Minuten25 MinutenZeitaufwand pro Tätigkeit
Auffälligkeitennachts zweimal aufgestanden, unsicher beim GehenAuffälligkeit mit Uhrzeit
Wunden und HautRötung an der Ferse linksFoto, Ort und Notiz

Das kannst du auch auf Papier festhalten. Schreib in Minuten: „Hilfe beim Waschen, 25 Minuten“ sagt mehr als „morgens geholfen“. Denk auch an Ernährung, Mobilität, Betreuung und die Nacht, nicht nur an die Körperpflege.

Wie das Tagebuch bei der Begutachtung hilft

Ob jemand pflegebedürftig ist, richtet sich nach § 14 SGB XI, die fünf Pflegegrade regelt § 15 SGB XI. Über den Antrag entscheidet die Pflegekasse auf Grundlage eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes (§ 18 SGB XI). Das Gutachten bewertet den Hilfebedarf in sechs Lebensbereichen, von der Mobilität bis zur Gestaltung des Alltagslebens.

Die Begutachtung ist eine Momentaufnahme. An einem guten Tag wirkt vieles leichter, als es im Alltag ist. Ein Tagebuch, das du ein bis zwei Wochen vorher führst, zeigt den wiederkehrenden Aufwand mit Uhrzeiten, Minuten und Beispielen.

Ein Tagebuch garantiert keinen bestimmten Pflegegrad. Es macht den Bedarf nachvollziehbar.

Auch für Pflegekräfte und Pflege im Heim

Die App passt auch, wenn du beruflich pflegst oder dein Angehöriger im Heim lebt. Du hältst den Zustand fest, etwa eine Rötung an der Ferse mit Foto und Datum, und gibst das PDF der Heimleitung oder dem Arzt.

Pflegetagebuch-Vorlage oder App?

Eine Vorlage auf Papier kostet nichts und reicht, wenn du sie täglich ausfüllst. Im Pflegealltag liegt der Zettel aber selten dort, wo gerade geholfen wird, und Wunden lassen sich darauf nur beschreiben.

Die App hast du in der Tasche. Sie setzt Datum und Uhrzeit, führt dich durch dieselben Felder und hängt das Foto direkt an den Eintrag.

MerkmalPapier-VorlageApp
Kostenkeineunbegrenzt kostenlos mit Werbung, PDF per Einmalkauf
Uhrzeitschreibst du selbstsetzt die App
WundenbeschreibenFoto mit Ort und Notiz
Verlaufselbst zusammensuchenchronologisch geordnet
WeitergebenkopierenPDF teilen

Was die App kostet

kein Aboeinmal kaufen

Einträge erfasst du kostenlos und ohne Begrenzung. Die kostenlose Version zeigt Werbung. Ein einmaliger Kauf im Play Store schaltet den PDF-Export frei und entfernt die Werbung. Ein Abo gibt es nicht.

Häufige Fragen zum Pflegetagebuch

Wofür brauche ich ein Pflegetagebuch?

Es belegt den täglichen Pflegeaufwand mit Zeit und Auffälligkeiten. Das hilft beim Pflegegrad-Antrag, bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst und im Gespräch mit dem Hausarzt.

Wie lange sollte ich das Pflegetagebuch führen?

Mindestens ein bis zwei Wochen vor der Begutachtung. Erst über die Zeit wird der wiederkehrende Aufwand sichtbar, auch an schwankenden Tagen.

Wer hilft mir beim Pflegegrad-Antrag?

Pflegestützpunkte, die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI oder ein Sozialverband. Wie der Antrag ausgeht, hängt vom Einzelfall ab.

Kann ich den Verlauf als PDF weitergeben?

Ja. Du exportierst Tätigkeiten, Zeitaufwand, Auffälligkeiten und Wundfotos als PDF und teilst es mit Pflegekasse, Hausarzt oder Heimleitung (einmaliger Kauf).

Ist die App ein Medizinprodukt?

Nein. Sie ist ein Werkzeug zur Dokumentation und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung.

Funktioniert die App ohne Internet?

Ja, Erfassen funktioniert offline. Deine Einträge bleiben auf deinem Gerät, ein Konto brauchst du nicht.

Die App ist von ReiVi, dem App-Label von Viktor Reinik aus Freilassing. Jede ReiVi-App hat genau eine Aufgabe und läuft ohne Konto. Wer hinter ReiVi steht

Bei Google Play ansehen

Rechtsgrundlagen (Deutschland): §§ 14, 15 und 18 SGB XI (Pflegebedürftigkeit, Pflegegrade, Begutachtung durch den Medizinischen Dienst), § 7a SGB XI (Pflegeberatung). Diese Seite ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Aktualisiert am 26. Oktober 2026.

Weitere Apps rund um Gesundheit und Pflege

Alle Apps