Was in ein Pflegetagebuch gehört
Einzelne Stichworte reichen bei der Begutachtung nicht. Es kommt auf den wiederkehrenden, konkreten Hilfebedarf an. In jeden Eintrag gehört:
| Angabe | Beispiel | So in der App |
|---|---|---|
| Datum und Uhrzeit | 03.02., 7:15 | automatisch |
| Art der Hilfe | Waschen und Anziehen | Tätigkeit wählen |
| Zeit in Minuten | 25 Minuten | Zeitaufwand pro Tätigkeit |
| Auffälligkeiten | nachts zweimal aufgestanden, unsicher beim Gehen | Auffälligkeit mit Uhrzeit |
| Wunden und Haut | Rötung an der Ferse links | Foto, Ort und Notiz |
Das kannst du auch auf Papier festhalten. Schreib in Minuten: „Hilfe beim Waschen, 25 Minuten“ sagt mehr als „morgens geholfen“. Denk auch an Ernährung, Mobilität, Betreuung und die Nacht, nicht nur an die Körperpflege.
Wie das Tagebuch bei der Begutachtung hilft
Ob jemand pflegebedürftig ist, richtet sich nach § 14 SGB XI, die fünf Pflegegrade regelt § 15 SGB XI. Über den Antrag entscheidet die Pflegekasse auf Grundlage eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes (§ 18 SGB XI). Das Gutachten bewertet den Hilfebedarf in sechs Lebensbereichen, von der Mobilität bis zur Gestaltung des Alltagslebens.
Die Begutachtung ist eine Momentaufnahme. An einem guten Tag wirkt vieles leichter, als es im Alltag ist. Ein Tagebuch, das du ein bis zwei Wochen vorher führst, zeigt den wiederkehrenden Aufwand mit Uhrzeiten, Minuten und Beispielen.
Ein Tagebuch garantiert keinen bestimmten Pflegegrad. Es macht den Bedarf nachvollziehbar.
Auch für Pflegekräfte und Pflege im Heim
Die App passt auch, wenn du beruflich pflegst oder dein Angehöriger im Heim lebt. Du hältst den Zustand fest, etwa eine Rötung an der Ferse mit Foto und Datum, und gibst das PDF der Heimleitung oder dem Arzt.
Pflegetagebuch-Vorlage oder App?
Eine Vorlage auf Papier kostet nichts und reicht, wenn du sie täglich ausfüllst. Im Pflegealltag liegt der Zettel aber selten dort, wo gerade geholfen wird, und Wunden lassen sich darauf nur beschreiben.
Die App hast du in der Tasche. Sie setzt Datum und Uhrzeit, führt dich durch dieselben Felder und hängt das Foto direkt an den Eintrag.
| Merkmal | Papier-Vorlage | App |
|---|---|---|
| Kosten | keine | unbegrenzt kostenlos mit Werbung, PDF per Einmalkauf |
| Uhrzeit | schreibst du selbst | setzt die App |
| Wunden | beschreiben | Foto mit Ort und Notiz |
| Verlauf | selbst zusammensuchen | chronologisch geordnet |
| Weitergeben | kopieren | PDF teilen |
Was die App kostet
kein Aboeinmal kaufen
Einträge erfasst du kostenlos und ohne Begrenzung. Die kostenlose Version zeigt Werbung. Ein einmaliger Kauf im Play Store schaltet den PDF-Export frei und entfernt die Werbung. Ein Abo gibt es nicht.
Häufige Fragen zum Pflegetagebuch
Wofür brauche ich ein Pflegetagebuch?
Es belegt den täglichen Pflegeaufwand mit Zeit und Auffälligkeiten. Das hilft beim Pflegegrad-Antrag, bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst und im Gespräch mit dem Hausarzt.
Wie lange sollte ich das Pflegetagebuch führen?
Mindestens ein bis zwei Wochen vor der Begutachtung. Erst über die Zeit wird der wiederkehrende Aufwand sichtbar, auch an schwankenden Tagen.
Wer hilft mir beim Pflegegrad-Antrag?
Pflegestützpunkte, die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI oder ein Sozialverband. Wie der Antrag ausgeht, hängt vom Einzelfall ab.
Kann ich den Verlauf als PDF weitergeben?
Ja. Du exportierst Tätigkeiten, Zeitaufwand, Auffälligkeiten und Wundfotos als PDF und teilst es mit Pflegekasse, Hausarzt oder Heimleitung (einmaliger Kauf).
Ist die App ein Medizinprodukt?
Nein. Sie ist ein Werkzeug zur Dokumentation und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung.
Funktioniert die App ohne Internet?
Ja, Erfassen funktioniert offline. Deine Einträge bleiben auf deinem Gerät, ein Konto brauchst du nicht.
Die App ist von ReiVi, dem App-Label von Viktor Reinik aus Freilassing. Jede ReiVi-App hat genau eine Aufgabe und läuft ohne Konto. Wer hinter ReiVi steht
Bei Google Play ansehenRechtsgrundlagen (Deutschland): §§ 14, 15 und 18 SGB XI (Pflegebedürftigkeit, Pflegegrade, Begutachtung durch den Medizinischen Dienst), § 7a SGB XI (Pflegeberatung). Diese Seite ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Aktualisiert am 26. Oktober 2026.
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